Erstklassig…

Letzte Woche hatte ich eine Hospitanz über 2 Tage im First Class Terminal. Mein erster Eindruck: WOW! Der zweite war dann schon etwas genauer und auch ‘da drüben’ ist nicht alles Gold was glänzt.

Am ersten Tag startete ich mit einer Kollegin zu einem Rundgang durch das ganze Gebäude. Der Arbeitsraum von meinen Kollegen, für die Gäste die Workstations, das Restaurant, die Cigar Lounge, Bäder und die Ruheräume in der oberen Etage und in der unteren die Backoffices sowie die 4 Boarding-Ausgänge. Danach machten wir uns an die Arbeit, die Kollegin voraus und ich wie ein Schatten immer hinter ihr her. *g* Als Hospitantin sollte ich vor allem die Arbeitsposition des Greeters besser kennenlernen, also ab hinaus in den Empfangsbereich. Man geht hinaus begrüßt die ankommenden Gäste und begleitet sie herein, überprüft schnell die Zugangsberechtigung und schon geht’s an die Sicherheitskontrolle. Danach kann man noch zum Duty-free Shop oder direkt hinein in die Lounge. Da die meisten sich eh auskannten sind wir dann schön abgebogen in unser Backoffice Check-In und haben den Gast ins System eingegeben und uns dann auf den Weg rein gemacht: Passagier suchen und die Bordkarte aushändigen. Herrje, das war jedes mal was… Ich dachte wirklich ich habe ein gutes Gedächtnis für Gesichter, aber das war definitiv too much! Ohne die kleinen Notizen auf den für uns ausgedruckten Bordkartenabschnitt hätte ich die Passagiere wohl nicht mehr gefunden. Nachdem man dann die Bordkarte ausgehändigt hatte ging’s zurück zur Empfangslobby. Dann wieder rein, raus Bordkarte aushändigen, raus,… Irgendwann hatt man die Tasche voll mit Bordkartenschnipseln und fängt auch dementsprechend zur Boardingzeit an die einzelnen Passagiere zu suchen und runter zum Boarding zu bringen (wenn das OK vom Backoffice über den MDA kam dass alles ok ist). Holla die Waldfee, jetzt verstehe ich auch was die Kollegen am Telefon immer meinten von wegen sie bräuchten etwas mehr Vorlaufzeit. Teilweise essen die Gäste noch, etc. Man steht und läuft fast die ganze Zeit und schon zur Pause nach 3,5 Std. taten mir die Füße so weh, wie sie es sonst nach einem Tag im C/D-Riegel tun…  Was war ich froh als ich nach dem Tag im Bett lag.

Der zweite Tag ‘drüben’ war ich selbst als Greeter eingeteilt. Ohne den Trick mit den kleinen Notizen wäre ich aufgeschmissen gewesen… Einmal musste ich sogar fast 20 Minuten nach 2 Passagieren suchen. Aaah, aber im FCT kann man ja glücklicherweise nicht verloren gehen und ich hatte den Schutz des Trainee-Buttons. :D Und ich durfte meiner Kollegin vom Vortag einen Besuch im Backoffice/Fahraufträge einen Besuch abstatten. In dem Räumchen ist auch das Backoffice für die Kommunikation mit den Gates, das war interessant! Und da ich eh schon mal da unten war, durfte ich auch einen Fahrer begleiten. Im Porsche Cayenne über’s Vorfeld zum Gate und wieder zurück. Das war sooo toll! Und zum Abschluss der Hospitanz bekam ich am Ende der Schicht noch eine Lufthansa Badeente im Fußballdesign von der Euro 08 geschenkt. :D

Alles in allem war die Zeit im FCT sehr schön und ich meine Überlegungen bezüglich einer Bewerbung sind nun etwas genauer geworden. Rüber möchte ich definitiv mal, aber erst später. Zur Zeit hänge ich so an meinem Team, dass ich mir gar nicht vorstellen kann ohne diese Menschen zu arbeiten, bzw. sie nicht mehr so oft zu sehen. Und es gibt für mich noch so viel zu lernen am Gate…

~ von Akira am 30. Oktober 2008.

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